Devisenkonto Tipps zum anlegen

Tipps und Infos zu Devisenkonten

1. Kursgewinne mit Devisen erzielen

2. Währungsengagements haben spekulativen Charakter

3. Devisenkonten sind kostenlos

4. USD Devisenkonten sind beliebt

5. Der Dollar ist die Leitwährung

6. Gute Gründe: mit Devisen das Portfolio diverzifizieren

7. Kontoeröffnung Inland versus Ausland (Privatpersonen)

8. Einlagensicherung

1. Das Ziel: Kursgewinne mit Devisen erwirtschaften

Die Kurse von Währungen schwanken kurzfristig und es gibt deutlich ausgeprägte, längere Trendbewegungen. Um von solchen Trends zu profitieren können Euro gegen eine Fremdwährung getauscht und bargeldlos auf einem Devisenkonto verwahrt werden. Ein solches Konto ist mit herkömmlichen Giro- oder Tagesgeldkonten vergleichbar. Der Unterschied ist jedoch, dass sie aus deutscher Sicht nicht in Euro, sondern in der Währung eines anderen Landes geführt werden. Dies können EU-Währungen wie britische Pfund oder polnische Zloty sein, genauso denkbar und in der Praxis üblich sind jedoch auch Konten in US-Dollar oder Yen. Aktuelle News gibt es unter #Devisenkonto.

Die Vorteile eines solchen Kontos unterscheiden sich je nachdem, ob es als Geschäftskonto oder Anlagekonto (Privatkonto) genutzt wird. Unternehmen nutzen Devisenkonten dann, wenn sie im Heimatland der Zielwährung geschäftlich tätig sind. Auf diese Weise schützen sie sich vor Wechselkursrisiken und können Transaktionen schneller vornehmen. Privatanleger können Devisenkonten hingegen nutzen, um vom zweifachen Zinsvorteil zu profitieren: Zum einen sind die Zinsen auf Tagesgeld in anderen Ländern häufig höher, zum anderen gibt es die Möglichkeit von Wechselkursgewinnen. Auf diese Weise lassen sich innerhalb von mittelfristigen Zeiträumen beachtliche Renditen erzielen, die Anleger von herkömmlichen Festgeld seit Langem nicht mehr gewohnt sind. Grund dafür ist auch, dass der Leitzins von der fremden Währung nicht von der Europäischen Zentralbank vorgegeben wird und Niedrigzinsphasen deswegen nicht in dem Maß Einfluss auf die Zinsen für die Fremdwährung nehmen.

 

2. Ein Engagement in Devisen hat immer spekulativen Charakter

Devisen Als Anlagekonto gehören Devisenkonten allerdings zu den hochspekulativen Anlageformen. Da Wechselkursänderungen nicht prognostiziert werden können und zudem nicht nur der tatsächlichen wirtschaftlichen Stärke, sondern auch Stimmungen und Trends unterliegen, kann mit einem Gewinn nicht kalkuliert werden. Im Gegenteil sind auch bedeutende Verluste möglich, die sogar den Zinsvorteil zunichtemachen können. Anleger müssen sich zudem in der Regel zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder sie wählen stabile Währungen wie US-Dollar oder den japanischen Yen. Hier gilt das Risiko für starke Kurseinbrüche als sehr gering, allerdings verzinsen inländische Banken das Guthaben häufig nicht oder zumindest nicht ausreichend attraktiv. Der Anleger ist hier also einzig auf den Wechselkurs angewiesen, um Rendite erzielen können. Diese wird zudem von Konvertierungskosten und Spreads verringert. Die andere Möglichkeit ist ein Devisenkonto in einer volatilen Währung. Hier sind die Zinsen in der Regel weit höher, allerdings ist auch das Wechselkursrisiko wesentlich größer. Von einer Geldanlage in Form eines Devisenkontos ist nicht grundsätzlich abzuraten. Die Renditechancen sind teils beträchtlich und Fremdwährungskonten können geeigneter Bestandteil einer Risikodiversifikationsstrategie sein. Allerdings sollten sich Anleger im Vorfeld umfassend über Möglichkeiten und Risiken informieren und auch Grundwissen über die Wirtschaft des Heimat- und des Ziellandes besitzen. Unbedarft und ohne Erfahrungen sollten Devisenkonten nicht eröffnet werden.

Mit der Etablierung von Direktbanken und Online Brokern ist der Markt für Devisenkonten wesentlich vielfältiger geworden. Bereits seit Längerem sind Fremdwährungskonten auch außerhalb von Filialbanken erhältlich und demensprechend sind auch die Gebühren für die Kunden gesunken. Aktuelle Kurse bietet der Google Währungsrechner.

 

3. Keine Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren werden inzwischen nur noch von wenigen Banken erhoben. Die Konditionen für die Konvertierung und die Spreads bei Geld- und Briefkurs können jedoch erheblich dazu beitragen, dass ein Anbieter ein günstigeres Gebührenmodell als ein Konkurrent bietet. Auch die Mindesteinlage unterscheidet sich teilweise erheblich. Interessenten sollten deswegen vor der Eröffnung eines Devisenkontos die Bedingungen genau prüfen und dabei auch die Einlagensicherung für die Zielwährung nicht außer Acht lassen.

 

4. Beliebt: US-Dollar-Konten

US DollarDer Euro wird im Vergleich zum Dollar immer schwächer. Die jahrelange Entwicklung wirkt sich dabei immer deutlicher auf Anleger aus. Der Dollar wirkt sich dabei nicht nur auf den direkten Vergleich des Währungspaares Dollar und Euro aus, sondern beeinflusst auch Anlagen in Edelmetalle wie Gold oder Öl. Für viele Privatanleger ist es zudem problematisch, dass durch die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank herkömmliche sichere Anlagemöglichkeiten wie Tages- oder Festgeld kaum noch die Inflation auffangen können und somit nicht mehr attraktiv sind.

Eine Umkehr ist bislang nicht in Sicht. Im Gegenteil hat die USA in den letzten Jahren ihre Konjunktur erheblich angekurbelt. Allein 2014 entstanden rund 3 Millionen zusätzliche Jobs und die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen nur noch bei 5,6 Prozent. Eine Betrachtung der vieler südeuropäischer Euroländer zeigt eine gegenteilige Entwicklung. Hier ist die Arbeitslosigkeit zweistellig und zahlreiche Staaten sind in eine Schuldenkrise beraten. Derzeit scheint sogar eine Deflation eine ernstzunehmende Gefahr in der Eurozone zu sein. Viele Experten gehen deswegen sogar davon aus, dass mittelfristig zwischen US-Dollar und Euro Parität herrschen könnte, also ein Euro nur noch einen Dollar kosten würde. Falls die Wirtschaft der USA weiterhin erstarkt und den Euro so unter Druck setzt, können Anleger, die frühzeitig auf diesen Trend reagieren, bedeutend profitieren.

Problematisch hierbei ist allerdings auch, dass der Euro derzeit als unterbewertet gilt. Solche Stimmungen können sich zwar jahrelang halten, ein Umdenken der Branche würde allerdings dazu führen, dass sich der Wechselkurs schnell wieder ändern könnte. Dafür könnten auch negative Überraschungen aus den USA sorgen. Dass eine Parität tatsächlich mittelfristig zustande kommt, ist also nicht klar. Natürlich könnten umgekehrt auch negative Nachrichten aus den wirtschaftlich gebeutelten Staaten in Europa dafür sorgen, dass sich die Parität tatsächlich oder noch schneller einstellt.

5. Der USD ist klar die globale Leitwährung

Für Anleger bieten Fremdwährungskonten in US-Dollar derzeit jedoch interessante Gewinnmöglichkeiten. Die Wechselkursrendite führt sogar dazu, dass sich Aktiengewinne noch einmal vervielfachen lassen. Zumindest die Entwicklung im Jahr 2014 hat Nutzer von Fremdwährungskonten in US-Dollar belohnt. Der US-Dollar ist als Fremdwährung natürlich auch deswegen beliebt, weil er nach wie vor als der Standard für Rohstoffe gilt. Vor allem die enge Verknüpfung mit Öl und Gold sorgen zusammen mit der wirtschaftlichen Stärker der USA dafür, dass der US-Dollar als stabile Währung gilt. Zudem wird der US-Dollar in nahezu jedem Land als Zahlungsmittel akzeptiert und gilt in zahlreichen Ländern sogar als Zweitwährung. Allerdings hat dies auch den Nachteil, dass inländische Banken auf Fremdwährungskonten in US-Dollar kaum Zinsen gewähren. Von einem zusätzlichen Zinsvorteil können Kunden hier also nicht profitieren.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des US-Dollars ist, dass die Fremdwährung in der Finanzbranche eine entscheidende Rolle spielt und sich auch Privatanleger deswegen mit ihm beschäftigen müssen. Da für Fremdwährungskonten und dem Devisenhandel Grundwissen über die jeweilige Währung und die Wirtschaft des Heimatlandes vorhanden sein muss, ist für viele ein Devisenkonto in US-Dollar ein erster Schritt. Die Informationslage zur wirtschaftlichen Entwicklung der USA und des Dollars ist auch in Deutschland hervorragend und kaum ein Privatanleger schafft es, die amerikanische Währung bei seinen Entscheidungen zu ignorieren. Deswegen liegt es nahe, ein Devisenkonto in US-Dollar und nicht in einer anderen Währung zu eröffnen.

 

6. Guter Grund: Risikodiversifizierung

Neben den Renditechancen sollten Anleger jedoch vor allem die Möglichkeit der Risikodiversifizierung nutzen. Ein Teil des Vermögens sollte gerade aufgrund der Eurokrise im Ausland angelegt werden. Ein Fremdwährungskonto in US-Dollar ist dafür auch deswegen optimal geeignet, weil die amerikanische Wirtschaft von einer Schwächung der europäischen Wirtschaft profitiert und umgekehrt. Die Risiken, die von der Wirtschaftseinheit ausgehen, können so also deutliche verringert werden. Dabei sollten Anleger allerdings nicht unüberlegt agieren. Als Faustregel gilt, dass ungefähr 10 Prozent des Vermögens in Fremdwährungen angelegt werden dürfen, um eine sinnvolle Risikodiversifikation zu erreichen. Ein mehr gilt nach wie vor als erhöhtes Risiko, das zurzeit allerdings auch durchaus als gangbar erscheint. Allerdings kommen dafür neben dem US-Dollar auch andere Währungen infrage. Eine Aufteilung des Fremdwährungskapitals auf US-Dollar und einer asiatischen Währung wie dem chinesischen Yuan, der ebenfalls als unterbewertet gilt, könnte eine sinnvolle Alternative sein.

 

7. Devisenkonten eröffnen im Inland für Privatpersonen einfach, im Ausland mit Aufwand verknüpft

Devisenkonten im Ausland zu eröffnen, ist in vielen Fällen immer noch sehr kompliziert. Während die Beantragung eines Devisenkontos bei der Hausbank in der Regel mit wenigen Schritten und Angaben erledigt ist, ist dies bei einer ausländischen Bank weit schwerer.

Das Internet hat den Weg zum Devisenkonto im Ausland jedoch erheblich vereinfacht. Die Beantragung per Internet spart Zeit und ist vergleichsweise unkompliziert. In einigen Fällen lässt sich das Konto sogar per Telefon beantragen. Die Eröffnung ist dabei in der Regel kostenlos. Lediglich bei einer Vermittlung können teils recht hohe Gebühren anfallen und auch zusätzliche Kontoführungsgebühren müssen Interessenten einkalkulieren. Wer nicht direkt vor Ort vorstellig werden kann, muss seine Identität dennoch nachweisen. In der Regel funktioniert dies über eine beglaubigte Kopie des Personalausweises oder Reisepasses. Je nach Anbieter kann sogar ein Scan ausreichend sein.

Es kann jedoch je nach Anbieter und Land notwendig sein, dass der zukünftige Kontoinhaber einen Wohnsitz innerhalb des Landes besitzen muss. In diesen Fällen ist es fast unmöglich für Deutsche, im Ausland ein Devisenkonto zu eröffnen. Teilweise ist dies jedoch auch nur für bestimmte Angebote der Fall. Die Schweiz erlaubt beispielsweise Kunden, die nicht nachweisen können, dass sie innerhalb des Landes Einkommen erzielen, zwar kein Girokonto aber ein Sparkonto. Andere Auslandsbanken gewähren Kunden aus anderen Ländern sogar Dispositionskredite. Wer ein Devisenkonto im Ausland eröffnen möchte, muss also im Vorfeld länderspezifische Informationen einholen und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen beachten. Je nach Zielland ist es fast unmöglich, als Privatperson ein Devisenkonto zu eröffnen. Dann können Online Broker, die Fremdwährungskonten in verschiedenen Währungen anbieten, die einzige Möglichkeit sein, ein Devisenkonto in der Wunschwährung zu führen. Allerdings lässt sich dies in der Regel nicht für den Zahlungsverkehr innerhalb des Ziellandes nutzen. Wer also ein Devisenkonto nicht nur als Geldanlage nutzen möchte, sondern auch ein praktisches Interesse daran hat, kommt nicht darum herum, die Bedingungen des Ziellandes zu erfüllen.
Hier gibt es Informationen zur Besteuerung von Währungsgewinnen.

 

8. Einlagensicherung von Devisenkonten

Wird das Devisenkonto bei einem Anbieter mit Sitz in Deutschland geführt, gilt grundsätzlich das Einlagensicherung- und Anlegerentschädigungsgesetz. In §4 dieses Gesetzes ist der Umfang des Entschädigungsanspruches geregelt. Er richtet sich nach der Höhe und dem Umfang der Einlagen des Gläubigers. Auch ihm gegenüber bestehende Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften sind hier eingeschlossen. Der Entschädigungsanspruch beträgt dabei maximal 100.000 Euro und 90 % der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften.

 

Sicherung vor Juli 2015

Für die Nutzer von Devisenkonten kann es sich vor dem 03. Juli 2015 bisher  jedoch nachteilig auswirken, dass der Entschädigungsanspruch nicht bestandt, wenn die Einlagen oder Gelder nicht in der Währung eines EU-Mitgliedstaates lauteten. Devisenkonten in US-Dollar, Yen oder Rubel sind somit nicht durch das deutsche Gesetz geschützt waren.

Die folgenden Währungen gelten neben dem Euro als Währungen von EU-Mitgliedsstaaten:

  • Britische Pfund, Bulgarischer Lew, Dänische Krone, Kroatische Kuna, Polnischer Zloty, Rumänischer Leu, Schwedische Krone, Tschechische Krone, Ungarischer Forint

 

Einlagensicherung ab Juli 2015

Zum 3. Juli 2015 wurde die EU Einlagensicherungsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Danach sind Guthaben auf Devisenkonten gesetzlich bis maximal 100.000 Euro im Insolvenzfall der Bank voll abgesichert. Der Text ist im Einlagensicherungsgesetz zu finden: egal um welche Währung es sich handelt.

Allerdings bieten die meisten Kreditinstitute nicht nur die gesetzliche vorgeschriebene Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken deckt beispielsweise auch Fremdwährungen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union ab. Auch Sparkassen und die meisten Genossenschaftsbanken haben sich untereinander auf eine umfassendere Absicherung geeinigt. Wie diese genau aussieht, sollten Interessenten allerdings vor Kontoeröffnung in Erfahrung bringen, da dies vor allem bei Privatbanken variieren kann.

Wer sich für ein Devisenkonto im Ausland interessiert, sollte auch auf die Einlagensicherung Wert legen. Hier ist es allerdings wahrscheinlich, dass die Einlage im ausreichenden Maß gesichert ist. Viele Länder verfügen inzwischen über gesetzliche Bestimmungen zur Einlagensicherung, und da das Geld dann offiziell unter der Währung des Inlandes geführt wird, sollte das Devisenkonto dadurch geschützt sein. Relevant kann allerdings sein, wie hoch er Maximalbetrag der Einlagensicherung ist, und ob sie ebenfalls für ausländische Kunden gilt.

 

Eignet sich der Dollar als Devisen-Geldanlage auf einem Währungskonto?

In Währungen kann der Anleger in ganz unterschiedlicher Weise investieren, es gibt Anleihen und Aktien in ausländischer Währung und es gibt die Möglichkeit in Devisen auf einem Währungskonto anzulegen. Die bekannteste Währung ist der amerikanische Dollar (USD), der auch als Weltleitwährung bezeichnet wird. Da der US Dollar aufgrund seiner Stellung an den internationalen Kapitalmärkten hochliquide ist, sind bei einem Ankauf oder Verkauf die Kosten für den Währungsumtausch geringer als bei anderen Währungen. Wer Dollar auf einem Währungskonto anlegt kann über diesen Betrag als Devise „verfügen“, ganz im Unterschied zu den Guthaben von Währungspaaren wie EUR/USD im Forex Handel.

Hier finden Sie Angebote zu Devisenkonten in Dollar. bzw. zum Thema Fremdwährungskonto

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